reflections

hä?!

wenns kommt, dann richtig. vater im krankenhaus, opa im sterben, freund durch prüfung gefallen und stress auf arbeit. hey, fällt euch was auf: 90% meiner probleme werden durch männer verursacht. faszinierend. vor allem da alle, abgesehen von arbeit, mehrere 100 km weit weg sind.

nicht das wir frauen engel wären, aber manchmal wäre es ohne männer einfacher. aber einfacher bedeutet oft auch langweiliger. naja, der übliche kreis.

 im moment kommt ja auch noch die schwere lebenskrise, das grübeln über den sinn meines lebens und der erfüllung meiner träum die ich noch nicht ganz habe hinzu

alles nicht so einfach. auswandern wär`ne tolle sache, aber auch hier wieder: wohin? und wenn angekommen- was tun? (bin grad völlig begeistert von den smilies hier)

manchmal überrasche ich mich selbst mit diesem neuen pessimismus.

nach den prüfungen sollte alles besser werden, das leben wie früher die reinste party. naja, in nem jahr sieht die welt wieder rosa aus. es muss, es soll, es kann, es wird.

vielleicht sollte ich wirklich mal yoga ausprobieren?

2.2.08 12:24, kommentieren

memories

gerade sitze ich allein in der "kuschelecke" meiner erst vor 2 tagen bezogenen, spärlich möblierten wohnung in der provinz eines bundeslandes, welches ich nie wieder beziehen wollte. schlimm erkältet und desillusioniert ziehe ich bilanz der letzten nunmehr fast 24 jahre meines lebens. wie bin ich dahin gekommen wo ich heute bin? wie konnte all das passieren?

alles begann an einem verschneiten tag im jahre 1984. meine hochschwangere mutter wurde per kaiserschnitt von einem mädchen entbunden. wegen sauerstoffmangels bekammen mich meine sehr jungen eltern erst tage später zu gesicht.

trotzdem verlief meine kindheit bis ich 4 jahre alt war glücklich. ich wuchs hauptsächlich bei meinen ur- und großeltern auf. dann ließen sich meine eltern scheiden und meine großmutter machte mich zum spielball und druckmittel.

beide elternteile heirateten neu. der eine glücklicher, die andere weniger. dankbar bin ich nur für meine 3 schwestern.

als ich 12 floh meine mutter vom ihrem zweiten mann. ich zog zu meiner großmutter. nur um vom regen in die traufe zu geraten.

ein jahr später setze auch sie ihren alkoholkranken mann vor die tür und es begann ein rosenkrieg. ich mittendrin.

mit 14 begann mein ausschweifendes partyleben. ich machte mir einen ruf. keinen guten. trotzdem hatte ich tief in mir die romantische hoffnung auf die große liebe die meine urgroßeltern hatten. mein urgroßvater war mein ein und alles und großes vorbild in vieler hinsicht. auf die erste große liebe musste ich bis 16 warten. natürlich traf ich ihn im urlaub. süße 18 und italiener.er brach mir mein herz.

danach wollte nichts mehr so recht gelingen. mein vater drängte mich in richtung tourismus. mit wundem herz und voller verzweifelter hoffnung versuchte ich die anforderungen und wünsche meines vaters zu erfüllen, was nie einfach und eigentlich unereichbar ist- und trotzdem oberstes ziel seiner töchter.

durch die folgen einer autoimmunerkrankung versäumte ich viel schulstoff und meine chance auf ein studium. ich begann meine erste lehre in eben jenem bundesland in welchem ich auch jetzt wieder landete. wegen seelischer grausamkeit und zerstörter gesundheit brach ich diese ab. meiner vater hat mir bis heute diese enttäuschung nicht verziehen.

einen monta später begann ich eine neue lehre, auch dafür musste ich in dieses bundesland zurück ziehen. es war horror, aber ich stand es durch.

danach ging es bergauf. ich unterschrieb eine vertrag bei einer privatschule, kam mit meinem exfreund zusammen( andere geschichte), bekam ein angebot bis zum schulstart das hotelbooking einer eventfirma zu übernehmen- und nahm an. alles war super. oder sollte es sein. meine beziehung war überstürzt, ich zog wieder bei meiner oma ein. meine urgroßeltern waren zu meiner unendlichen trauer bereits gestorben. meine oma ein bervliches wrack. mal abgesehen von den finaziellen schwierigkeiten, in die meine familie geraten war.

als die schule begann fing ich zu allem übel eine affäre mit einem klassenkameraden an. ok, verzweiflung entschuldigt diesen fehltritt nicht. aber es brachte mich meinen damaligen freund näher. dummerweise hatte sich dieser klassenkamerad verliebt. ich hatte nie probleme mit männer. ich weiß nicht warum( ist wohl auch besser so). weder bin ich besonders hübsch noch eine schillernde persönlichkeit. zumindest denke ich es. wer weiß... dieses ewige hin und her zwischen diesen beiden männern die mich nicht zur ruhe kommen ließen endete in einem zusammenbruch. jahrelang musste ich für andere stark sein, aber als ich einmal schwach war, war ich allein.

bevor das zweite jahr in der schule losging, lernte ich auf den mir denkbar unsinnigsten weg meinen traummann kennen.

er ist spanier, touristiker und das männliche gegenstück zu mir. und natürlich lernten wir uns übers internet kennen. wir kämpften gegen diese gefühle, die uns so unsinnig vorkamen. beide realisten meinten wir, es wäre unmöglich! ein halbes jahr später verließ ich meinen freund. aber auch danch konnten wir uns nicht sehen weil meine prüfungen ins haus standen und er für ein halbes jahr nach england ging.

nach meinen prüfungen ging ich in die schweiz. schon wenige wochen zuvor war zwischen uns eine distanz entstanden. in der schweiz wollte ich ein völlig neues leben beginnen. auch was die liebe anging. er flog in die schweiz, schlug ein treffen vor. ich lehnte ab. beruflich ging auch dort alles schief. drei wochen später war ich verzweifelt und zurück in deutschland. der einzige vorteil war, dass auch der mann den ich liebte wieder in seinem land zurück war. wir kamen uns wieder näher und stellten fest: es ist liebe!

ich bekam den job den ich jetzt ausübe. ein traumjob dachte ich! zuvor versprach mir mein vater, als belohnung meiner sehr guten leistungen meines abschlusses ein treffen mit meinem spanier zu finanzieren. natürlich tat er es nicht.

der job begann. es ist hart. stressig. aber zu schaffen dachte ich. das tollste geschenk war: mein freund, wie ich ihn schon nannte, buchte einen flug hierher!

nach weihnachten war es soweit. natürlich hatte ich am selben tag meinen ersten unfall mit meinem ohnehin kaputten auto( auch hier: danke papa!). völlig verstört und durch den mechaniker verunsichert machte ich mich auf den weg.

der flug hatte eine stunde verspätung. aber als er endlich ankam erkannte ich ihn sofort! eineinhalb jahre hatte ich gewartet. es gab keien garantie das die gefühle so blieben wenn man sich tatsächlich traf.

aber das eis war sofort gebrochen. es war die wohl glücklichste woche meines lebens!!! ich, die ich mich nie von einem mann abhängig machen wollte, die immer im letzen moment einen rückzieher machte, denke an heirat und kinder. er bringt mich zum lachen und zum weinen. manchmal gleichzeitig...

er gibt mir die kraft den nächsten tag zwischen all dem stress und dem ärger zu überstehen, meine familiensituation zu verkraften. für ihn bin ich hier, und für unsere zukunft arbeite und kämpfe ich hier.

 

28.1.08 21:21, kommentieren

10.9.07 20:45, kommentieren



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